"Es geht um mehr als nur Technologie!" – Bildungsräume in der Zukunft

Wie sollten Bildungsräume in Zukunft aussehen?-Diese Frage stellten wir einer Arbeitsgruppe bestehend aus angehenden Lehrer*innen und Erziehungswissenschaftler*innen am vergangenen Wochenende an der Uni Potsdam.

Dabei standen Schwerpunkte wie technologische Entwicklungen, medienphilosophische Perspektiven sowie die ganz individuellen Sichtweisen zur Ausgangsfrage im Mittelpunkt. 

In Vorbereitung auf das Seminar wurde sich mit Texten und Inhalten unter anderem von Michel Serres und Gottfried Boehm auseinandergesetzt, best-practice Projekte gesichtet und in Gruppendiskussionen die eigenen Ansprüche und Haltungen herausgearbeitet. Das Ziel und die Aufgabe aller Kleingruppen bestand nun darin, Bildungsräume der Zukunft in einem "dynamischen Präsentationstil" darzustellen, völlig offen welche Methode dafür gewählt wird.  Der Prozess und nicht die Lösung (Präsentation) einer möglichen Darstellungsform stand dabei im Vordergrund, denn das (mediale) Produkt ist nur Methode.

Es ging vielmehr um das Herausarbeiten der Inhalte, die Abstimmung und Kommunikation in der Gruppe, das Erreichen von Teilzielen, das Erkennen von eigenen Kompetenzen und deren Wirken im Verlauf der Aufgabe – etwas was die Studierenden für ihre zukünftige pädagogische Arbeit für zeitgemäßer halten. 

Eine (ganz) kurze Zusammenfassung der Ergebnisse der Kleingruppen: 

 Präsentationsmethode: "Bingo"

  • selbstorganisiertes Lernen soll im Vordergrund stehen
  • Lehrer*in ist Lernbegleiter*in
  • Jede*r Schüler*in soll eigenen Gestaltungsraum haben
  • E-learning-Umgebungen als gute Möglichkeit für individuellen Lernprozess
  • freier Zugang zu Internet zum schnellen Austausch zu Lerninhalten
  • Social Web – Lehrer*innen sollen "lebensweltnah" aufklären

 

Präsentationsmethode: "Comic"

 

...in der Zukunft muss sich ändern:

  •     Leherer*in muss mehr entdecken lassen - Entdecken statt Vorgeben!
  •     Schule & Kollegium muss sich "endlich verändern" (eigenen Rollen
  •     stärkerer Lebensweltbezug der SUS* muss in den Fokus
  •     technischen Rahmen schaffen

....aus Schüler*innensicht

  • "Medienreichtum" im Unterricht 
  • aktives und anregendes Lernen mit Verzicht auf Frontalphasen 
  • Kompetenz statt "Stoff"– mehr Entscheidung und Verantwortung für die Schüler*innen
  • wenn Präsenzzeiten dann nur als Blockunterricht
  • stärkerer Fokus auf social skills

 

Präsentationsmethode: "Schüler*innen-Interview mit begleitender Prezi"

Lernort – Freie Bäume

Schüler*innen-Bericht:

  • Schüler*innen setzen sich mit Coach zusammen ---> SkillsTree dient als Lernerfolgskontrolle für Schuler*innen & Coaches
  • diverse Lernorte ---> weg vom Gebäude "Schule"
  • Unterricht verläuft klassenübergreifend 
  • Unterricht verläuft projektorientiert --> "Lernen heißt machen!"

 

Präsentationsmethode: "Puppet Pals" – Interviews in den verschiedenen Bildungsinstanzen

  • Kita: 3D-Drucker-Einsatz und mehr
  • Schule: freie Lernzeiten; offene Nutzung der Räume; Adaptive Lernformen - über Plattform
  • Uni: Online-Kurse; Tablet bringt Überblick zum Schüler*innenerfolg – adaptiver Lernverlauf